Psychologischer hunger
Von der Universität Bamberg war Dr. Johannes Leder vom Lehrstuhl für Persönlichkeitspsychologie und psychologische Diagnostik an der Studie beteiligt. Scheinbar ist die Kraft der sozialen Norm zu kooperieren stärker als der egoistische Impuls, der vom akuten Hunger aktiviert wird.
Hunger – Wikipedia
Für die experimentellen Studien wurden die Versuchsteilnehmerinnen und -teilnehmer angewiesen, mindestens zwölf Stunden vor Beginn der Untersuchungen nichts zu essen, sie kamen also sehr hungrig und mit einem niedrigen Blutzuckerspiegel in das Labor. Dort erhielt die eine Hälfte der Probandinnen und Probanden — die Kontrollgruppe — etwas zu essen, um eine schnelle Sättigung und einen hohen Blutzuckerspiegel zu erzeugen, zum Beispiel durch zwei Becher Schokopudding.
Die Experimentalgruppe blieb für den weiteren Versuch hungrig. Mittels verschiedener Aufgaben wurde dann ein mögliches egoistisches Verhalten untersucht.
Psychologische Faktoren
So bekamen die Versuchsteilnehmerinnen und -teilnehmer beispielsweise einen Geldbetrag von 10 Euro und konnten diesen zwischen sich und den anderen aufteilen. Das Ergebnis: Auch hier konnten keine Belege dafür gefunden werden, dass Hunger egoistischer macht — und zwar unabhängig davon, ob Geld oder Essen aufgeteilt wurde.
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Psychologische Faktoren Körperbild-Image. Emotionen - Gefühle - Bauch.
Emotionales Essen
Vorsatz - Zielintenion. Stress - Belastungen. Wahrnehmung von Information. Bewertung von Information. Einstellung zur Ernährung. OUTPUT - Ernährungsverhalten. Kaufverhalten - POS. Mahlzeiten - POEM. Diese Formen von Essstörungen treten häufig in Mischformen auf. Bei gestörtem Essverhalten spielen primäre Motive wie Hunger und Sättigung für die Nahrungsaufnahme eine völlig untergeordnete Rolle.
Auch bei diesem Essverhalten überwiegt die kognitive Steuerung und somit die rationale Kontrolle. Zu diesem Esstyp zählen sowohl sehr gesundheitsbewusste Esser als auch Menschen, die wiederholt eine Reduktionsdiät machen. Gezügelte Esser finden sich sowohl unter Normalgewichtigen als auch unter Übergewichtigen. Enthemmende Wirkung können stressbehaftete Situationen im Alltag oder in Ausnahmeereignissen haben.
Am gravierendsten scheinen jedoch Situationen zu sein, in denen das Selbstwertgefühl leidet oder man an den eigenen Fähigkeiten zweifelt. Das kann zu einer Gewichtszunahme, anstatt der angestrebten Abnahme führen und sich langfristig zu lebensgefährdenden Essstörungen entwickeln. Die meisten Ernährungspsychologen gehen davon aus, dass individuelle Geschmackspräferenzen durch Gewohnheit entstehen und bevorzugt das gegessen wird, was bereits bekannt und vertraut ist.
Entscheidend sind demnach die Sozialisation durch die Familie und die Essgewohnheiten des jeweiligen Kulturkreises. Bei sehr eintöniger Kost kann jedoch auch der gegenteilige Effekt durch psychische Übersättigung eintreten.