Sicherung durchgeknallt psychologie

Angemeldet bleiben? Seite 2 von 3 Erste 1 2 3 Letzte Gehe zu Seite: Ergebnis 9 bis 16 von Thema: Ich weis einfach nicht mehr weiter:. Bei seekxl. Bei Linkarena bookmarken! Bei oneview. Bei icio. Bei Google bookmarken! Digg this Post Netscape this Thread! Bookmark on technorati Bei del. Stumble this Thread Themen-Optionen Druckbare Version zeigen Thema abonnieren….

Ich versteh den Sinn oder besser was mir der Satz sagen soll nicht, den du aus deinem Buch hast. Vielleicht kannst du es ja bisschen genau erkären mit deinen Worten. Verpasse ich etwas, wenn ich auf ein Kind verzichte? Verpasse ich etwas, wenn ich auf Karriere setze? Geht mir eine Chance durch die Lappen, wenn ich diesen Job mache und nicht jeden? Hätte, wäre, könnte.

Gegen die Macht der Menge

Da Männer bei der Jobwahl immer noch weit mehr an Existenzsicherung denken, trifft es uns Frauen mit voller Wucht. Und da wir bei der Jobsuche nicht nur an Existenzsicherung denken, haben wir heute nicht nur die Möglichkeit, einen gut bezahlten Job zu machen, sondern erweitern unsere Perspektive gleich um eine weitere: Die Suche nach einem sinnerfüllten Job — und nicht nach irgendeinem.

Das durchschnittliche Glücksgefühl, so schreibt er, gehe stetig zurück. Im Buch gibt es dazu einen Test. Ich habe den leisen Verdacht, das Extrem-Maximierung mit einem hohen Wert bei Ziel- und Zweckorientierung im Reiss-Profil korrelieren könnte. Je mehr Optionen wir haben oder besser noch: denken zu haben, desto weniger zufrieden sind wir. Wissenschaftliche Beweise, legt Bas Kast nahe, gibt es für diese These viele.

Gut, besser, noch besser? Haben wir erst den Traumjob, ist der auch nicht gut genug. Mir wurden die vielen Möglichkeiten erst im fortgeschrittenen Alter bewusst, was es nicht besser macht. Hinzu kommt die ewige Frage, ob ich nicht besser noch mal studieren sollte: Jura, Physik, Informatik oder Kriminologie oder… Ja, Sie sehen, es ist keineswegs so, dass eine erfolgreiche Existenz als Karrierecoach alle anderen Optionen so überstrahlt, dass sie unsichtbar werden.

Glücklicherweise habe ich ihm Maximierertest nur einen mittleren Wert; relativ genügsam also. Meine zahlreichen Optionen stehen sich zeitweise ziemlich im Weg. Spirituell angehauchte Coachs würden versuchen, mit mir meinen echten und wahren Lebenstraum auszuarbeiten oder mir einreden, ich müsse ALLES realisieren. Das passiert, zugegeben.

Aber: Es passiert so gut wie nie OHNE zuvorige Hölle; ein Coaching reicht bei weitem nicht. Es passiert auf gar keinen Fall im Alltag, wenn es dir und mir gut geht und alles im Grunde ganz okay ist wären da nicht die ganzen Optionen. Kim Jong Un, der koreanische Primat, verfügt offenbar weder über eine markante Stimme noch über eine andere körperliche Eigenschaft, mit der er Artgenossen einschüchtern könnte.

Er vertraut auf seine Atombombe, quasi als Drohprothese. Man kann nur hoffen, dass er sich nicht wie ein durchgeknallter Amselhahn im Frühling verhält. Denn bei denen brennt schon mal eine Sicherung durch.

Wenn im Gehirn die Sicherung durchbrennt: Newsportal: Ruhr-Universität Bochum

Dann fetzen Amselhähne von Zeit zu Zeit durchs Krokusbeet, weil sie die gelben Blüten für die Schnäbel von Rivalen halten. Ob solche Befunde von Soldaten auf Flüchtlinge übertragbar sind, ist unklar, da gegenwärtig leider jegliche systematische Untersuchung fehlt. Menschen in ausweglos erscheinenden Situationen sind besonders empfänglich für Lernmodelle, die radikale Lösungen wie Selbstmordattentate und Amokläufe vorschlagen.

Entsprechend veranlagten Tätern bieten darüber hinaus unverpixelt in Dauerschleifen laufende Bekennervideos zusätzliche narzisstische Motivation, den Weg des Selbstmordattentäters zu gehen. Menschen, die sich und andere gefährden, radikalisieren sich in der Regel nicht blitzartig und unsichtbar. Häufig hinterlassen sie im Vorfeld sichtbare Spuren bei Sozialarbeitern, in Behörden und häufig auch in psychologischen Sprechstunden.

Das Wissen um gefährdete Persönlichkeiten, kritische Lebensereignisse in deren Biographien und das Wissen um die Empfänglichkeit für letale Lernmodelle wird zukünftig zwar nicht alle Attentate verhindern, stellt aber die Basis dar, um jetzt dringend notwendige Interventionen auf den Weg zu bringen, die das Potenzial haben, Radikalisierungsprozesse frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.

Auch müssen wir uns in diesem Zusammenhang eingestehen, dass wir vieles noch nicht wissen.