Psychologie umgang mit ablehnung

Manchmal sind es auch nur Kleinigkeiten, die uns doch mehr unter die Haut gehen, als wir erwarten. Zum Beispiel, wenn jemand eine Verabredung absagt, auf die man sich sehr gefreut hat. Oder, wenn der Bekannte nicht zurückruft, obwohl man eine Nachricht auf seinem Anrufbeantworter hinterlassen hat. Man bekommt den Eindruck, ignoriert zu werden. Auch das tut weh. Womöglich fühlt man sich wieder wie ein kleines Kind, das nicht mitspielen darf oder als Letzter in die Mannschaft beim Schulsport gewählt wird.

Wir sind doch alle Erwachsene.

Angst vor Ablehnung: wie damit umgehen?

Und die sollten nicht so reagieren wie kleine Kinder, die auf dem Spielplatz weinend am Rand stehen, weil sie mal nicht mitspielen dürfen. Säbelzahntiger und andere Bedrohungen Bestimmt sind wir erwachsen, die eine mehr, der andere weniger. Aber unser Gehirn reagiert trotzdem erst einmal, wie es schon immer reagiert hat.

Damit meine ich nicht nur unsere kindlichen Reaktionen, sondern die Zeiten, in denen es existenziell wichtig war, sein Leben in Gemeinschaft zu leben. Vor hunderten und tausenden von Jahren. Diese Stelle nennen Wissenschaftler das Schmerzzentrum. Für unser Schmerzzentrum im Gehirn macht es also erst einmal keinen Unterschied, ob wir einen Bandscheibenvorfall haben oder von einem Menschen verlassen werden.

Wieso der Schmerz sinnvoll war? Diese sozialen Schmerzen haben wir aus gutem Grund. Als wir Menschen noch von wilden Tieren angegriffen wurden, stellte sich heraus: Evolutionsbedingt kamen Menschen besser durch, die in einer Gemeinschaft gut eingebunden waren. Die anderen wurden z. Die Menschen, denen es weh tat, wenn sie aus einer Gemeinschaft ausgeschlossen wurden, waren die besser angepassten Menschen und überlebten leichter.

Das Gehirn hat ein sehr langes Gedächtnis Unser Gehirn hat sich an diese Anforderungen angepasst. Es tut uns immer noch weh, wenn uns jemand ablehnt oder zurückweist. Meist ist dieser Zusammenhang sehr unangenehm. Wer würde nicht gerne weniger leiden, wenn er verlassen wird?

Ablehnung: 7 Tipps für einen professionellen Umgang

Oder würde nicht gerne cooler damit umgehen, wenn er als einziger aus dem Bekanntenkreis nicht zu einer Party eingeladen wird? Das Gute ist, dass uns dieses Wissen helfen kann, mit Zurückweisung und Ablehnung besser umzugehen. Erst einmal kann man nichts daran ändern, dass Zurückweisung weh tut. So reagiert dein Gehirn nun einmal. Du kannst nur lernen, besser mit dieser Reaktion umzugehen.

Sicher schmerzt eine abgesagte Verabredung nicht so stark, wie wenn man verlassen wird. Wenn sich dann aber herausstellt, dass diese Ablehnung überhaupt nichts mit der eigenen Person zu tun hat, dann muss man seine eigenen Erwartungen deutlich reduzieren. Und sich immer wieder klarmachen: Es muss nicht Liebe sein, die mir da entgegenschlägt, und ich muss die Person auch nicht lieben.

Und sie wird sich auch bei der nächsten Begegnung vielleicht so verhalten und dies sagen — aber ich bin darauf vorbereitet und ich gebe ihr innerlich die Erlaubnis, das zu tun. Wenn es für mich allerdings zu schwierig ist, immer wieder diese Kraft aufzuwenden, dann bleibt tatsächlich nur die Möglichkeit, so weit es geht den Kontakt zu meiden. Leiden Frauen unter einer Zurückweisung eher als Männer?

Ja, ich würde sagen, das ist tatsächlich so. Frauen werden mehr dazu erzogen, für Harmonie zu sorgen, und sie verbinden ihr eigenes Wohlbefinden stärker als Männer mit der Anerkennung von anderen. Und gleichzeitig neigen sie dazu, weniger Wünsche an andere zu richten, aber insgeheim mehr von ihnen zu erwarten.

Und fangen an zu grübeln: Was könnte ich da falsch gemacht haben? Warum verhält er sich so? Was sollte man stattdessen machen? Hat er oder sie das wirklich so gemeint? Habe ich das richtig so verstanden? Man kann das direkt den anderen fragen oder auch sich selbst: Ist meine Erklärung, die ich mir zurechtgelegt habe, die einzig mögliche?

Aber selbst, wenn etwas tatsächlich bewusst kränkend gemeint und eine wirkliche Zurückweisung war, sollte man sich immer wieder bewusst machen: Es ist EINE Sichtweise zu EINEM Zeitpunkt von EINEM Menschen, der mich umgibt. So ist Entwicklung und persönliches Wachstum möglich. Verbringen Sie Zeit mit Menschen, die Sie akzeptieren Sie können nicht von der gesamten Welt geliebt werden — das ist auch gar nicht notwendig.

Es reicht, wenn Sie ein paar Menschen haben, die Sie annehmen wie Sie sind. Sprechen Sie mit diesen Personen darüber, was Ihnen passiert ist und wie es Ihnen damit geht. Vielleicht entsteht daraus ein offenes Gespräch und Sie können mit Ihrem Gegenüber Erfahrungen austauschen. Denn: Geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid.

Und von Zeit zu Zeit braucht man eine Erinnerung daran, dass man gut ist, so wie man ist. Zum Schluss noch eine Erinnerung für Sie: Sie sind toll wie Sie sind. Nicht jeder kann und muss das sehen. Beginnen Sie, sich selbst zu lieben und sehen Sie jene Menschen, die das ebenfalls tun. Was jetzt hilft ist dir klarzumachen, dass es EINE Sichtweise zu EINEM Zeitpunkt von EINEM Menschen ist und nicht so etwas wie eine allgemeingültige Wahrheit.

Es ist unmöglich von allen Menschen gemocht zu werden. Selbst Jesus oder Mutter Theresa wurden mit Sicherheit nicht von allen Menschen gemocht. Das ist keine Aussage über ihren Wert als Personen. Es ist normal nicht von allen Menschen gemocht zu werden. Sei gut zu dir selbst Was hat dir als Kind geholfen, wenn du gestürzt bist und dir die Knie aufgeschürft hast? Mit Sicherheit wurde der Schmerz in dem Moment geringer, als deine Eltern kamen und sich dir zugewandt haben: Hier ein tröstendes Wort, dort ein buntes Tierpflaster und obendrauf noch ein bisschen pusten und schwupps war es gar nicht mehr so schlimm.

Es ist wunderbar, wenn wir Zuwendung von anderen Menschen bekommen. Wir können uns diese Fürsorge jedoch auch selbst geben. Dann kannst du dir die Zeit geben, die du brauchst, dir gut zureden und dich trösten. Was tun bei wiederholter Ablehnung? Abgelehnt zu werden gehört zum Leben dazu. Wir können uns nicht davor schützen. Jeder Mensch macht im Laufe seines Lebens immer wieder die Erfahrung zurückgewiesen zu werden.

Gerade wenn diese Erfahrungen in Serie kommen sind sie besonders perfide. Wiederholte Ablehnung ist kränkend, schmerzhaft und greift unseren Selbstwert an. Wer immer und immer wieder zurückgewiesen wird, entwickelt jede Menge Selbstzweifel und verliert im schlimmsten Fall den Glauben an sich selbst.

Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, kannst du das Folgende tun: 5. Nachfragen Bekommst du auf deine Bewerbungsschreiben eine Abfuhr nach der nächsten, lohnt es sich nachzufragen: Woran lag es? Wie kann ich meine Bewerbung verbessern? Gehen Freundschaften immer wieder in die Brüche oder du erhältst ständig einen Korb, frag nach, was nicht gepasst hat.