Neurowissenschaftlicher ansatz psychologie
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Jetzt kostenlos anmelden. Kategorisierung und Enkodierung : Im sensorischen Speicher werden dann die ankommenden Reize gefiltert und nur die wichtigen Informationen in einen speicherbaren Code transformiert. Organisation : Zugriff auf im Langzeitgedächtnis gespeichertes Vor- Wissen und Interpretation des wahrgenommenen Reizes.
Neurowissenschaften und Gesundheitsförderung
Speicherung : Enkodierte und mit Vorwissen abgeglichene Wahrnehmung wird im Gedächtnis abgespeichert. Handlung : Ist die ausgeführte Reaktion als beobachtbares Verhalten. Der levels of processing -Ansatz geht von mehreren Verarbeitungsebenen aus: physikalisch z. Oberflächenmerkmale wie die Form akustisch Klang semantisch Wortbedeutung, Sinnbildung Die Behaltensleistung von Informationen entspricht laut Craik und Lockhart der Verarbeitungsebene.
Mehrspeichermodelle Das bekannteste Mehrspeichermodell stammt von den Psychologen Richard C. Arbeitsgedächtnis und das Langzeitgedächtnis. Somit ist hier die Verarbeitung von Lauteinheiten gemeint. Grundsätzlich kann die phonologische Informationsverarbeitung in drei Teilbereiche untergliedert werden: die phonologische Bewusstheit Erkennen der Lautstruktur der Sprache das phonologische Rekodieren im Arbeitsgedächtnis das phonologische Rekodieren beim Zugriff auf das semantische Lexikon im Langzeitgedächtnis.
Informationsverarbeitung - Das Wichtigste Informationsverarbeitung im Gehirn ist der Prozess von Aufnahme, Speicherung und Abruf von Reizen und Informationen im Gedächtnis. Es gibt Einspeichermodelle und Mehrspeichermodelle zur Erklärung der Informationsverarbeitung. Bei der neuronalen Informationsverarbeitung senden einzelne Neuronen sich elektrische Signale bzw.
Die Informationsverarbeitung kann entweder datengesteuert bottom-up geschehen oder konzeptgeleitet top-down. Die phonologische Informationsverarbeitung meint die Verarbeitung lautlicher Reize. Häufig gestellte Fragen zum Thema Informationsverarbeitung Wann ist die kognitive Psychologie entstanden? Wie funktioniert menschliche Informationsverarbeitung? Was versteht man unter Informationsverarbeitung?
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1.1 Ansätze der Kognitiven Neurowissenschaften
Frage Was ist Informationsverarbeitung im Gehirn? Antwort anzeigen. Antwort Der Prozess der Aufnahme, Speicherung und Abruf von Reizen und Informationen im Gedächtnis. Frage anzeigen. Frage Was können Denkprozesse nicht sein? Antwort leer. Frage Welche Informationsverarbeitungsansätze gibt es? Antwort Bottom-up Top-down. Frage Vervollständige den Satz: Die bottom-up Informationsverarbeitung ist Frage Welche Modelle der Informationsverarbeitung sind älter?
Antwort Einspeichermodelle. Antwort levels of processing -Ansatz. Frage Von wem stammt das Drei-Speicher-Modell? Antwort Atkinson und Shiffrin. Frage Welche drei Ebenen hat das levels-of-processing -Modell? Antwort physikalisch z. Oberflächenmerkmale wie die Form akustisch Klang semantisch Wortbedeutung, Sinnbildung. Frage Was besagt der levels-of-processing- Ansatz?
Antwort Je tiefer eine Information verarbeitet wird, desto besser wird sie behalten. Frage Wie viele Neuronen besitzt das menschliche Gehirn circa? Antwort Millionen. Frage Was ist unter phonologischer Bewusstheit zu verstehen? Antwort Die Fähigkeit des Menschen sprachliche Informationen über die lautliche Struktur Laute, Reime, Silben der Sprache aufzunehmen, zu verarbeiten und zu speichern.
Frage Welche drei Teilbereiche der phonologischen Informationsverarbeitung gibt es? Antwort die phonologische Bewusstheit das phonologische Rekodieren im Arbeitsgedächtnis das phonologische Rekodieren beim Zugriff auf das semantische Lexikon. Frage Wie wird neuronale Informationsverarbeitung ausgelöst? Antwort durch einen externen Reiz. Antwort das sensorische Gedächtnis das Kurzzeit- bzw.
Arbeitsgedächtnis das Langzeitgedächtnis. Frage Für welchen Informationsverarbeitungsansatz ist Vorwissen nötig? Antwort Top-down. You like? Mehr zum Thema Informationsverarbeitung Anwendungsdisziplinen der Psychologie Hauptströmungen der Psychologie Gegenstand der Psychologie Grundlagendisziplinen der Psychologie. Kannst du es schaffen? Quiz starten. Wie möchtest du den Inhalt lernen?
Karteikarten erstellen. Inhalte meiner Freund:innen lernen. Ein Quiz machen. Kostenlos anmelden. Jetzt anmelden. Kostenloser psychologie Spickzettel Alles was du zu. Mehr Erklärungen zum Thema Grundlagendisziplinen der Psychologie. Motivation Psychologie Lernen. Soziale Anpassung und Vorurteile Lernen.
Autorität Lernen. James Lange Theorie Lernen. Körpersprache Lernen. Aggression Lernen. Führungsmodelle Lernen. Zitierhinweis : Voigt, T. Neurowissenschaften und Gesundheitsförderung. In: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA Hrsg. Leitbegriffe der Gesundheitsförderung und Prävention. Glossar zu Konzepten, Strategien und Methoden.
Die Neurowissenschaften haben in den vergangenen Jahrzehnten grundlegende Erkenntnisse über die Funktionsweise des Zentralnervensystems und des Gehirns gewonnen. Das gesammelte Wissen ist sowohl für die Diagnose und Behandlung von Erkrankungen bedeutend als auch für deren Prävention. Bislang konzentrierten sich die Neurowissenschaften allerdings stark auf die Grundlagenforschung, weniger auf praktische Interventionen.
Impulse für eine nachhaltige Gesundheitsförderung oder gar Primärprävention sind daher begrenzt. Die Neurowissenschaften beschäftigen sich mit dem Zentralnervensystem und insbesondere mit dem Gehirn. Sie werden deshalb synonym auch als Hirnforschung oder Gehirnforschung bezeichnet. Die Disziplin ist in den er-Jahren aus Bereichen der Medizin, Psychologie, Biologie, Chemie, Physik, Informatik und verwandten Wissenschaften entstanden, in denen man sich schon zuvor mit neuronalen Prozessen beschäftigte.
Disziplinäre Ansätze allein waren zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht mehr ausreichend, um das Gehirn in seiner Komplexität zu untersuchen, so dass die Neurowissenschaften als neues interdisziplinäres Forschungsfeld entstanden Heinemann Zu den Neurowissenschaften gehören:. Neben diesen Kerndisziplinen gibt es weitere Bereiche, in denen neurowissenschaftliche Methoden und Theorien eingesetzt werden oder neuronale Prozesse Gegenstand der Analyse sind und die deshalb ebenfalls das Präfix Neuro verwenden.
Dazu zählen unter anderem die Neurolinguistik, Neuroökonomie, Neuropädagogik, Neuroethik, Neurophilosophie, aber auch eher ungewöhnliche Felder wie die Neurotheologie. Für die Gesundheitsförderung sind jedoch vor allem die erstgenannten Kernfelder der Hirnforschung von entscheidender Bedeutung. Allgemein haben die Neurowissenschaften in den vergangenen Jahrzehnten grundlegende Fortschritte bezüglich des Wissens über das Gehirn und seine Funktionsweise gemacht, die sowohl für das Behandeln von Krankheiten als auch für deren Prävention von Relevanz sind Kandel u.
Vorgänge im Gehirn können heute präziser beschrieben werden, als dies noch vor wenigen Jahren der Fall war. Das Wissen um den Aufbau und die Funktionsweise des Zentralnervensystems führt zu einem Erkenntniszuwachs, der nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht bedeutsam ist. Er hat auch Konsequenzen für die angewandte Forschung und eröffnet neue Therapiemöglichkeiten. So ist es heute schon möglich, pathologische Veränderungen im Gehirn präziser zu diagnostizieren und zum Teil auch zu therapieren.
Zu den technischen Fortschritten gehören insbesondere neue und verbesserte Verfahren der neuronalen Bildgebung. Zu nennen sind hier beispielsweise die Weiter- Entwicklung der Magnetresonanztomographie MRT , der Computertomographie CT und der Positronen-Emissions-Tomographie PET. Die Elektroenzephalographie EEG und die Magnetenzephalographie MEG , im eigentlichen Sinn keine bildgebenden Verfahren, tragen ebenfalls zu den verbesserten Analysemöglichkeiten neuronaler Prozesse bei.
Die bekannteste Methode zur Bildgebung, die funktionelle Magnetresonanztomographie fMRT , ist ein nicht-invasives Verfahren zur Darstellung von Gehirnstrukturen und -aktivitäten. Die technologischen Innovationen sind jedoch nicht allein auf die Bildgebung beschränkt. So können mit einem CT Schlaganfälle, Hirnblutungen oder Tumore, diagnostiziert werden.
Mittels eines MRT lassen sich ebenfalls Auffälligkeiten im Gehirn erkennen, zum Beispiel Läsionen oder auch sogenannte amyloide Plaques, die mit der Alzheimer-Demenz in Verbindung gebracht werden. Bestimmte Hirnaktivitätsmuster und strukturelle Veränderungen sowie spezifische Biomarker sollen zukünftig auch für die Diagnose psychischer Störungen genutzt werden Engel Auch wenn sich die Hoffnung nach solchen Diagnosemöglichkeiten für den klinischen Alltag trotz intensiver Forschung noch nicht erfüllt hat, ist die Vision einer solchen Praxis doch ungebrochen.
So beeindruckend diese Möglichkeiten klingen und es zum Teil auch sind, gibt es doch eine ganze Reihe von Problemen. Erstens ist bis heute noch nicht genau bekannt, wie sich verschiedene neuronale Erkrankungen im Gehirn manifestieren. Amyloide Plaques, die sich bereits vor dem Auftreten erster Symptome der Alzheimer-Erkrankung im Gehirn zeigen, sind zwar ein Indiz für die Krankheit, aber es fehlt bis heute die Evidenz für einen eindeutigen kausalen Zusammenhang zwischen dem beobachtbaren Phänomen und der Krankheit.
Bei psychischen Störungen sieht es nicht anders aus. Dies macht es fraglich, ob sich jemals geeignete Biomarker für diese komplexen sozio-medizinischen Phänomene finden lassen. Brem S, Maurer U. In: Rautenberg U, Schneider U ed. Berlin, München, Boston: De Gruyter; Copied to clipboard. Copy to clipboard.
Download: BibTeX EndNote RIS. Share this chapter. Supplementary Materials. Diese Anlage-Umwelt-Wechselwirkungen werden vorrangig in der Verhaltensgenetik , zum Beispiel anhand von Zwillingsforschung und Adoptionsstudien , erforscht. Zwei Ansätze werden verwendet, um die Entstehung von Unterschieden hinsichtlich der Gehirnentwicklung zwischen Individuen zu analysieren: der Genotyp -First-Ansatz und der Phänotyp -First-Ansatz.
Der Genotyp-First-Ansatz untersucht, welche Unterschiede im Genotyp mit Unterschieden im Phänotyp assoziiert sind. Beispielsweise werden einzelne Gene , von denen bekannt ist, dass sie in mehreren Varianten Polymorphismen existieren, hinsichtlich deren Auswirkungen auf bestimmte Verhaltensweisen untersucht. Im Gegensatz dazu untersucht der Phänotyp-First-Ansatz, welche Unterschiede im Phänotyp mit Unterschieden im Genotyp assoziiert sind.
Beispielsweise werden Merkmale oder Störungen, von denen bekannt ist, dass sie innerhalb der Population variieren, hinsichtlich der Teile des Genoms untersucht, welche am meisten zu der Variation dieser Merkmale oder Störungen beitragen. Dieser Ansatz wird vor allem bei genomweiten Assoziationsstudien GWAS verwendet. Diese basieren auf der Annahme, dass viele kleine Variationen im Genom zwischen Individuen bestehen.
Diese werden als Einzelnukleotidpolymorphismen bezeichnet. Sie liefern Hinweise darauf, welche Teile des Genoms einen Hotspot enthalten, also in welchen Teilen des Genoms Individuen mit demselben Phänotyp Ähnlichkeiten im Genotyp aufweisen. Bei der Untersuchung der Gehirnentwicklung stellt sich die grundsätzliche Frage, inwieweit sie durch die Genetik und die Umwelt beeinflusst wird.
Dieser Frage widmet sich die Nature-Nurture-Debatte. Dabei werden drei Mechanismen angenommen, durch welche sich Natur und Umwelt beeinflussen: Epigenetik , Gen-Umwelt-Korrelation und Gen-Umwelt-Interaktion. Während sich die Struktur des genetischen Kodes im Laufe des Lebens nicht verändert, ist die Funktionsweise sehr dynamisch. Verschiedene Gene können aktiv oder inaktiv sein.
Ob ein Gen aktiv oder inaktiv ist, hängt auch von der Umwelt ab. Gegenwärtig geht man davon aus, dass Gene unter bestimmten Umständen mit einem chemischen Marker markiert werden, der ihre Expression entweder dämpft oder akzentuiert. Dieser Mechanismus, in welchem die Umwelt die Genexpression beeinflusst, wird als Epigenetik bezeichnet.
Ein Beispiel für epigenetische Effekte bei Menschen ist der Einfluss von Vernachlässigung und Missbrauch in der frühkindlichen Entwicklung auf die spätere psychische Gesundheit. Es gibt Hinweise darauf, dass solche frühkindlichen Erfahrungen beispielsweise die Aktivierung von Genen beeinflussen, welche wiederum die physiologische Stressbewältigung beeinflussen.
Genetische Einflüsse wirken sich auf die Exposition von Menschen gegenüber unterschiedlichen Umwelten aus. Menschen mit einem bestimmten Genotyp präferieren bestimmte Umwelten und suchen diese häufiger auf. Dieser Mechanismus wird als Gen-Umwelt-Korrelation bezeichnet. Die menschliche Entwicklung unterliegt in der Regel sowohl genetischen, als auch Umweltaspekten, deren Zusammenspiel als Gen-Umwelt-Interaktion bezeichnet wird.
So beeinflussen die im Rahmen der Gen-Umwelt-Korrelation beschriebenen Prozesse z. Des Weiteren befasst sich die kognitive Neurowissenschaft auch mit Prozessen der Handlungsplanung und -durchführung. In einem hierarchisch aufgebauten System von Handlung und Bewegung interagieren verschiedene Ebenen der Wahrnehmung , Kognition und Motorik miteinander.
Eine Handlung wird basierend auf Zielen und Intentionen geplant. Das Gehirn berechnet Handlungsabläufe nicht jedes Mal von Grund auf neu. Generalisierte motorische Programme kodieren allgemeine Aspekte der Bewegungen, um eine schnellere Reaktion zu ermöglichen. Das Ergebnis des Zusammenwirkens aller genannten Prozesse manifestiert sich in einer ausgeführten Handlung. Aufgrund der komplexen Vernetzungen von Wahrnehmung, Kognition und Motorik für die Handlungssteuerung gilt eine Vielzahl von Gehirnarealen als beteiligt.
Als zentral für die Handlungssteuerung gelten die Frontallappen. Von posterioren Teilen hin zu den anterioren Bereichen werden ihre Funktionen immer unspezifischer. Anteriore Teile sind eher in die Kontrolle von Verhalten involviert, ohne dabei zwingend zu sichtbaren Handlungen zu führen. Als posteriorer Teil der Frontallappen steuert der Primäre Motorcortex M1 die Ausführung von Bewegungen.
Er ist somatotopisch organisiert, wobei die rechte Körperhälfte über den linken Teil des Motorcortex gesteuert wird und umgekehrt. Der Prämotorcortex befindet sich anterior zum M1. Der laterale Prämotorcortex steht vor allem in Verbindung mit Bewegungen, die mit Objekten in der Umgebung zusammenhängen z.
Er erhält Informationen vom parietalen Cortex über den dorsalen Pfad des Sehens. Der mediale Prämotorcortex oder auch supplementär-motorisches Areal; SMA wird mit spontanen, gut gelernten Handlungen assoziiert — insbesondere mit Handlungen, die relativ unabhängig von der Umgebungswahrnehmung sind also z. Der präfrontale Cortex ist in die Planung und in höhere kognitive Aspekte der Handlungskontrolle involviert.
Er dient der Auswahl des Prämotorareals SMA oder lateraler Prämotorcortex und hält Ziele der Handlung aufrecht. Die Aktivierung des präfrontalen Cortex erfolgt unabhängig von der Bewegung selbst, er ist also lediglich während der Planung und Entscheidung aktiv. In einem Netzwerk aus parietalen Arealen und frontalen Regionen werden visuelle, kognitive und motorische Informationen zusammengeführt.
Es ist davon auszugehen, dass das anteriore intraparietale Areal und mit ihm in Verbindung stehende frontale Arealen primär abstrakte Eigenschaften einer Handlung kodieren und wahrscheinlich für die Übertragung von Fähigkeiten vom Körper auf ein Werkzeug zuständig sind. Defizite bezüglich der sensomotorischen Integrationsprozesse können zu verschiedenen Störungen von Handlungsabläufen führen.
Die häufigste Form auftretender Schädigungen zieht eine ideomotorische Apraxie nach sich. Bei der Integration sensorischer und motorischer Informationen sind verschiedene Gehirnareale aktiv. Die beteiligten Neurone kodieren jeweils verschiedene Informationen des Gesamtprozesses. Subkortikale Strukturen sind wichtig für die Vorbereitung und Durchführung von Handlungen.
Zwei Haupttypen subkortikaler Schleifen gelten als an der Erzeugung von Bewegungen beteiligt:. Liegen Fehlfunktionen in den Basalganglien vor, kann es zu Krankheiten kommen, die in hypokinetische oder hyperkinetische Ausprägungen unterteilt werden. Hypokinetische Krankheiten zeichnen sich durch ein reduziertes Vorkommen an spontaner Bewegung aus.
Ein Beispiel hierfür ist Morbus Parkinson. Hyperkinetische Krankheiten zeichnen sich durch ein erhöhtes Aufkommen an spontaner Bewegung aus, zum Beispiel Huntington , Tourette oder Zwangsstörung OCD. Im Rahmen der Kognitiven Neurowissenschaft wurde das Supervisory Attentional System-Modell SAS-Modell von Norman und Shallice zur Erklärung der Planung zielgerichteter Handlungen entwickelt.
Es beschreibt zwei Systeme, die miteinander arbeiten:. Das Contention Scheduling System wählt aus vielen möglichen Schemata eines zur Handlung aus. Die Auswahl eines Schemas hängt einerseits von der Umgebung sensorischer Input ab, die automatische Handlungsmuster aktivieren kann. Dieses ist besonders dann aktiv, wenn Situationen die Unterbrechung automatischer Handlungsabläufe und das Ausführen neuer, ungeübter Handlungssequenzen erfordern.
Das Contention Scheduling System verrechnet die Informationen des sensorischen Inputs und des Supervisory Attentional System und wählt das Schema mit der höchsten Aktivierung zur Handlung aus. Dieses sollte die aktuellen Bedürfnisse der Person befriedigen und zu den existierenden Umweltbedingungen passen. Wenn Regionen des präfrontalen Cortex beschädigt werden, bedeutet dies nicht, dass Bewegungen und Handlungen zwangsläufig beeinträchtigt sind; sie werden nur schlecht organisiert und reflektieren nicht notwendigerweise die Ziele der Person.
So können typische Handlungsfehler bei Präfrontalen-Cortex-Läsionen mithilfe des Supervisory Attentional System-Modells erklärt werden: Durch die Läsion kommt es zur Imbalance der Informationen, die ins Contention Scheduling System gelangen. Typische Handlungsfehler sind hier beispielsweise die Perseveration , das Utilisationsverhalten oder die frontale Apraxie.
Im Libet-Experiment wurde gezeigt, dass das motorische Zentrum des Gehirns mit der Vorbereitung einer Bewegung bereits begonnen hat, bevor sich eine Person bewusst wird, dass sie sich für die Ausführung entschieden hat. Eine radikale Interpretation dieser Ergebnisse wäre, dass ein freier Wille nicht existiert. Libets Experimente führten zu kontroversen Diskussionen über den freien Willen.
Das Zusammenspiel verschiedener Sinne macht es möglich, Objekte gezielt und funktional einzusetzen. Die Information darüber, wo sich ein Objekt im Raum befindet, muss hierfür mit motorischen Informationen verknüpft werden, um die ausgeführte Handlung den räumlichen Gegebenheiten anzupassen. Hinzu kommt das Verständnis darüber, mit welchen Funktionen die Gegenstände assoziiert sind.
Ungerleider und Mishkin beschrieben erstmals, dass die visuelle Verarbeitung von Objekten zwei Pfade beinhaltet: den ventralen und den dorsalen Pfad. Läsionen hier führen in der Regel zu einer visuellen Agnosie. Läsionen hier haben beispielsweise eine optische Ataxie zur Folge. Auch bei Menschen ohne Läsionen lassen sich Dissoziationen zwischen der visuellen Wahrnehmung und der visuellen Kontrolle von Handlungen beobachten.
Die Illusion beeinflusst also die visuelle Wahrnehmung, jedoch nicht die Handlung am Objekt. Werkzeuge im kognitions-neurowissenschaftlichen Sinne unterscheiden sich von anderen Objekten darin, dass sie mit bestimmten Handlungsabfolgen und dementsprechenden Funktionen assoziiert werden. Anhand von fMRT-Studien wurde herausgefunden, dass der linke Parietallappen inklusive des anterioren intraparietalen Areals und das Broca-Areal nur bei der Betrachtung von Werkzeugen im oben beschriebenen Sinne reagierten, nicht aber auf andere Objektklassen.
Exekutive Funktionen des Gehirns gelten als nicht an eine bestimmte Domäne Gedächtnis , Sprache , Wahrnehmung usw. Die Exekutive Funktionen sind vornehmlich mit dem präfrontalen Cortex des Frontallappen assoziiert, wobei auch weitere Regionen eine Rolle spielen könnten. Generell wird dem präfrontalen Cortex Bedeutsamkeit bei der Kontrolle von v. Darüber hinaus laufen Kontrollprozesse und Speicherkomponenten des Arbeitsgedächtnisses über den präfrontalen Cortex [2].
Der präfrontale Cortex wird anatomisch in seine laterale, mediale und orbitale Oberfläche unterteilt. Der laterale präfrontale Kortex wird vorwiegend mit sensorischen Inputs assoziiert. Er empfängt visuelle, somatosensorische und auditive Informationen sowie Inputs multimodaler Regionen, die über alle Sinne integriert werden.
Im Gegensatz dazu gilt der mediale und orbitale präfrontale Kortex als enger mit medialen Temporallappenstrukturen verbunden, die als zentral für das Langzeitgedächtnis und die Verarbeitung von Emotionen angesehen werden [2]. Im Rahmen vielfacher Untersuchungen konnte zusätzlich eine Aktivierung des dorsalen Teils des Anterioren Cingulären Cortex bei der Ausführung exekutiver Funktionen beobachtet werden.
Es wird diskutiert, dass er vorwiegend eine Rolle bei der Erkennung und Überwachung von Fehlern bei der Aufgabenbearbeitung haben könnte [2]. Die Erforschung von Exekutiven Funktionen im Rahmen der Kognitiven Neurowissenschaft passiert beispielsweise mittels Aufgaben zu. Im Rahmen der Kognitiven Neurowissenschaft sind viele Ansätze und Modelle entstanden, um die Struktur der exekutiven Funktionen zu erklären.
Geld beim Menschen, Futter bei Tieren. Diese Prozesse erfolgen automatisch und gelten als hauptsächlich mit dem orbitofrontalen Cortex, aber auch mit dem ventromedialen präfrontalen Cortex assoziiert. Laut dieser Hypothese verlinken somatische Marker frühere Situationen welche im Cortex abgespeichert wurden mit dem dazugehörigen Gefühl gespeichert in entsprechenden Regionen, z.
Die somatischen Marker werden vermutlich im ventromedialen Frontalcortex gespeichert und spielen eine zentrale Rolle in der Kontrolle des aktuellen Verhaltens. Eine weitere zentrale Frage der kognitiven Neurowissenschaft ist, ob der laterale präfrontale Cortex in weitere funktionale Untereinheiten zu gliedern ist. Eine mögliche Antwort auf diese Frage liefert John Duncan mit der Theorie des Multiple Demand Networks.
Das Multiple Demand Network umfasst laut Theorie Regionen des lateralen präfrontale Cortex, des anterioren cingulären Cortex, sowie des Parietallappens insbesondere jene um den Sulcus intraparietalis. Laut aktuellem Forschungsstand nutzen alle Exekutivfunktionen dasselbe Netzwerk. Daher wird das Multiple Demand Network als undifferenzierte Einheit charakterisiert, die Theorie verneint also weitere funktionelle Untereinheiten im lateralen präfrontale Cortex [2].
Ein weiterer Forschungsfokus in diesem Kontext ist die hierarchische Organisation des präfrontalen Cortex. Je nach Komplexität einer ausgeführten Aufgabe werden unterschiedliche Areale in diesem aktiviert. Betrachtet man den anterioren Teil des präfrontalen Cortex, so ist dieser bei Multitasking aktiv. Führt eine Person die gleichen Aufgaben nacheinander aus, so bleibt der anteriore Teil des präfrontalen Cortex inaktiv, während posteriore Areale des präfrontalen Cortex aktiv sind [2].
Informationsverarbeitung: Theorie, Ansatz & Definition
Auf Basis dieser Erkenntnisse stellen Koechlin und Summerfield [25] die Theorie der hierarchischen Organisation posterior nach anterior exekutiver Funktionen auf. In einem Modell von Stuss und Kollegen auf Basis von Läsionsstudien [26] gilt der linke laterale präfrontale Cortex als spezialisiert für Task-Setting, während der rechte laterale präfrontale Cortex auf Task Monitoring spezialisiert ist.
Eine alternative Sicht auf die Funktion des rechten inferioren lateralen präfrontalen Cortex ist, dass er funktionell auf Inhibition spezialisiert ist [2]. Gegenwärtig wird angenommen, dass der ACC für die exekutiven Funktionen vor allem eine Rolle spielt, wenn es um die Erkennung von Fehlern geht. Es scheint einen kognitiven Mechanismus zu geben, der für die Wahrnehmung von Fehlern sensitiv ist und die Aufgabenleistungen neu kalibriert.
Dies zeigt sich im Verhalten beispielsweise durch den typischen Befund, dass Versuchspersonen bei Laboraufgaben unmittelbar nach einem Fehler langsamer und genauer arbeiten. Es ist noch unklar, ob der ACC nur für die Erkennung des Fehlers, oder auch für das kompensatorische Verhalten danach wichtig ist.