Gefühle nicht zeigen können psychologie
Andere Menschen wiederum haben einfach im Allgemeinen Angst davor, über ihre Gefühle zu sprechen, dabei ist es unerheblich, ob diese Gefühle gut oder schlecht sind. Jede Form von emotionaler Intimität wird umschifft, immer in der Sorge, dass der oder die andere sagen könnte: "Aber ich liebe dich nicht". Unglücklicherweise neigen Menschen, die mit emotionaler Verfügbarkeit zu kämpfen haben, oft dazu zu ghosten , wenn es einen Konflikt gibt oder Interaktionen zu intensiv werden.
Wenn Menschen überhaupt keine Gefühle zeigen können:
Kein Mensch muss sich damit abfinden emotional nicht verfügbar zu sein. Man kann emotional zugänglicher werden. Dazu muss die Person sich aber bewusst dazu entscheiden, neue Verhaltensweisen auszuprobieren und sich der Angst stellen. Abwehrmechanismen sind gut und wichtig, aber manchmal müssen sie auch weichen und Platz für Neues machen.
Die Bandbreite von Gefühlen, die wir alle empfinden sollten klar erkennbar sein und benannt werden können. Da geht die Herausforderung schon los. Der Schlüssel dazu, emotional zugänglicher zu werden, ist es, ein Bewusstsein für die eigenen Gefühle zu entwickeln. Ein Tagebuch kann dabei helfen, diese Emotionen zu identifizieren.
Auch eine Therapie wäre eine gute Anlaufstelle, denn dort erlernt man verschiedene Werkzeuge, um auf gesunde Weise mit Gefühlen umzugehen und sich mit ihnen zu verbinden. Normalerweise haben emotional nicht verfügbare Menschen tief verwurzelte Vertrauensprobleme. Dies kann auch mit einem Profi bewältigt werden.
Für den Partner oder die Partnerin ist es wichtig, dass die Entscheidung ob man geht oder bleibt immer bei einem selbst liegt. Wenn Sie bleiben, dann müssen auch Sie Ihre Hausaufgaben machen und den emotional nicht verfügbaren Menschen erst einmal Akzeptanz entgegenbringen. Antizipatorische Anhedonie: Betroffenen Personen gelingt es nicht, Vorfreude zu empfinden und potenziell erfreuliche Situationen herbeizuführen.
Konsumatorische Anhedonie: Betroffenen Personen fehlt es an Vergnügen während eines Erlebnisses. Zudem wird zwischen der sozialen und physischen Ausprägung des Krankheitssymptoms unterschieden. Bei der sozialen Ausprägung kann keine Freude aus sozialen Interaktionen gezogen werden. Bei der physischen Ausprägung wird kein Gefallen an körperlichen Reizen, wie gutem Essen, Massagen oder Sex, empfunden.
Die Krankheit wird häufig mit Dysthymie und Alexithymie verwechselt. Dysthymie bezeichnet negative Gefühle der Traurigkeit und Niedergeschlagenheit. Damit ist sie auch ein Hauptsymptom der Depression und wird daher auch als chronische Depression bezeichnet. Im Unterschied zur Dysthymie beschreibt die Freudlosigkeit nicht das Auftreten negativer Emotionen, sondern die Abwesenheit positiver Emotionen.
Unter einer Alexithymie versteht man das Unvermögen, Emotionen differenziert wahrzunehmen und mit Worten zu beschreiben. PatientInnen, die von einer Alexithymie betroffen sind, können zwar positive Gefühle erleben, wissen diese aber nicht einzuordnen und in Worte zu fassen. Betroffene Personen beschreiben das Krankheitssymptom oft als Unfähigkeit, irgendetwas zu empfinden. Es fehlt ihnen an Freude und Begeisterung für die Dinge, die ihnen sonst Freude bereitet haben.
Gleichzeitig fehlt es an Antrieb, etwas zu erleben. Dieser Mangel an Freude ist jedoch nicht mit Traurigkeit gleichzusetzen. Betroffene Personen beschreiben sich selbst nicht als traurig, vielmehr erleben sie ihre Gefühle als gedämpft oder kaum noch vorhanden. Sie können weder Vorfreude auf Erlebnisse oder Ereignisse, noch Freude während eines angenehmen Erlebnisses empfinden.
Häufig wird diese Erkrankung von weiteren Symptomen begleitet, wie Schlaflosigkeit , Appetitlosigkeit, Müdigkeit oder Antriebsschwäche. Es wird sich zunehmend zurückgezogen und kein Sinn darin erkannt, nach freudigen Erlebnissen zu streben.
Wenn Liebe Angst macht, dann spricht man davon, dass ein Mensch emotional nicht verfügbar ist
Wie auch bei der Dysthymie ist es wahrscheinlich, dass die Veränderungen im Verhalten dem Umfeld weitgehend verborgen bleiben. Wer von diesem Krankheitssymptom betroffen ist, leidet oft auch an Gewichtsschwankungen, was auf die mangelnde Freude an Essen und Bewegung zurückzuführen ist. Auch in einem gesunden Lebensstil sehen sie keinen Sinn mehr. Durch die Abwesenheit der Lebensfreude fällt es schwer, im Job die erforderlichen Leistungen zu erbringen, was dort ebenfalls zu Schwierigkeiten führen kann.
In schwerwiegenden Fällen des Krankheitssymptom kann es zu Suizidgedanken kommen. Für die Menschen ist es mitunter sehr schwer auszuhalten, sich an nichts im Leben mehr erfreuen zu können. Betroffene Personen weisen ausnahmslos Veränderungen im Dopamin-Haushalt auf. Die Tür unseres Theatersaals ist in diesem Fall so fest verschlossen, dass zwar keine neuen belastenden Gefühle mehr eintreten können, aber auch all die belastenden Gefühle im Inneren des Theatersaals nicht mehr austreten können.
Sie stecken sozusagen fest. Wie bereits erwähnt, kann es vor allem dann dazu kommen, dass wir nichts fühlen, wenn uns zu viele belastende Gefühle zu überfluten drohen. Doch wie kommt es überhaupt zu dieser Überflutung? Wie bei vielen psychischen Belastungen kann auch hier chronischer Stress eine wichtige Rolle spielen, denn die Verarbeitung von Gefühlen braucht Zeit.
Vor allem dann, wenn es sich um belastende Gefühle handelt. In Phasen, in denen wir sehr viel Stress erleben, kann uns diese Verarbeitung daher besonders schwerfallen. Wir haben schlichtweg keine Zeit oder keinen Kopf dafür. Ähnlich wie bei Autos in einem Stau, stauen sich immer mehr Gefühle auf, fangen wild an zu hupen und wollen unbedingt gehört werden.
Erst wenn wir ihnen Raum geben, um da sein zu dürfen, können sie schwächer werden und mit der Zeit in einigen Fällen ganz verschwinden.
Beziehungs-Phänomen: Das Problem wenn ein Mensch emotional nicht verfügbar ist
In anderen Fällen ist es weniger die Anzahl der belastenden Gefühle, die uns überfordert. Hier sind es einzelne Gefühle, die so stark und belastend sind, dass wir sie nicht verarbeiten können. Das eine starke Gefühl ist dann wie ein Luftballon, der sich in unserem Inneren immer weiter aufbläst, bis er uns irgendwann komplett ausfüllt.
Wir können ihn weder greifen, noch lässt er Raum für andere Gefühle. Das kann zum Beispiel nach einer Trennung oder dem Verlust eines geliebten Menschen der Fall sein. Vielleicht hast du selbst schon einmal die Erfahrung gemacht, dass es dir in einer solchen Situation besonders schwerfiel, deine Traurigkeit zu überwinden und du dich irgendwann einfach nur noch leer gefühlt hast.
Wenn sich zu viele oder einige wenige sehr starke belastende Gefühle über einen langen Zeitraum anstauen und nicht verarbeitet werden, kann daraus eine Depression entstehen. Betroffene fühlen sich antriebslos , niedergeschlagen und innerlich leer. Selbstzweifel können in einer Depression dazu führen, dass Betroffene an ihren eigenen Gefühlen zweifeln.
Wie kann man fühlen lernen?
Das kann es noch schwerer machen, Gefühle zuzulassen und zu verarbeiten. Gefühllosigkeit kann aber nicht nur ein Anzeichen für Depression, sondern auch für weitere psychische Erkrankungen, wie zum Beispiel die Borderline Persönlichkeitsstörung sein. Der Zustand des Nichtfühlens kann auch ein Zeichen für nicht verarbeitete Traumata sein. So kann es zum Beispiel passieren, dass Menschen, die in der Schule gemobbt wurden, in für sie schwierigen sozialen Situationen in eine Art Starre oder Taubheit verfallen.
Das kann so weit gehen, dass sie ihre Umwelt nur noch wie durch einen Schleier wahrnehmen und sich selbst eher als Beobachter der Situation fühlen. In der Psychologie nennt man diesen Zustand des Losgelöstseins von sich selbst auch Dissoziation. Zu einem früheren Zeitpunkt im Leben, als sich die betroffene Person in schwierigen Situationen z.
Es gibt viele Strategien, die dich im Umgang mit dem Gefühl, nichts zu fühlen, unterstützen können. Warum wir so oft unsere Emotionen nicht verstehen und wie wir das ändern können. Von Katrin Brenner. Wie verbreitet ist die Alexithymie? Und sind Männer und Frauen gleich häufig betroffen? Artikel zum Thema Leben. Mit einem echten Boden. Was will er mitteilen?
Körpersprache: Ohne Worte.