Daniel spörri psychologe
Eine Zusammenarbeit mit am Veränderungsprozess beteiligten wichtigen Personen erleichtert das Vorankommen. Das sorgfältige Beachten, Suchen, Aufdecken, Wiederfinden und Ausweiten eigener Kräfte und Ressourcen, sowie eine engagierte Lösungsausrichtung ist mir ein Anliegen und soll gleichzeitig die Leitlinie im beraterischen Prozess sein.
Bei Bedarf oder Lust können auch gestalterische oder handwerkliche Mittel in die Beratung mit einbezogen werden, mein Praxisraum ist dafür eingerichtet. Die andere Hälfte ist sie mir noch schuldig, wenn Sie keine Ausstellung machen. Wir schenken Ihnen alles! Die Werke sind jetzt hier, da sollte man sie auch zeigen. Er räumte mir einen einzigen Abend ein. Und so hatte ich eine Ausstellung in Köln, einen Abend lang.
November — Dezember Dann lege ich ein Ei in kochendes Wasser und wenn es hart ist, ist die Ausstellung vorbei, und wir packen alles wieder zusammen.
Café Deutschland
Manzoni hat in der Galleria Azimut auch Eier gekocht und sie dem Publikum zum Verzehr angeboten. Juli Er war der schnellste Nachahmer. Wenn Tinguely Bewegung machte, dann machte er das auch. Anfangs habe ich ihn immer als Plagiator angesehen. Wenn Yves Klein Blau machte, dann machte er es eben auch. Er war immer dicht an den anderen dran. Aber es stand ein eigenes Konzept dahinter. Dagegen waren die anderen sentimental.
Yves Klein machte ja ein unglaubliches Tralala mit seinem Blau. Das habe ich gesehen. Ich war in Kopenhagen, als er den Hintern einer nackten Dame signiert hat. Das lebende Kunstwerk. Ja, genau. September — Oktober Die Ausstellung wäre geschlossen worden. In Dänemark kannst du sieben nackte Damen hinstellen und deren Hintern signieren, und es kräht kein Hahn danach. Das war in meiner Ausstellung!
Es war auch Presse dabei. Das war es aber nicht: Auf einem Podest stand eine nackte Dame, und er hat ihren Hintern signiert. Und so war es übrigens mit den meisten Aktionen. Vieles hat privat in irgendwelchen Kellern stattgefunden, wo vielleicht 15 Leute herumstanden. Damit will ich die Sache nicht herunterspielen. Es war ein wichtiger Moment damals, sonst hätte man es ja längst vergessen.
Aber erst dadurch, dass es bis heute eine gewisse Gültigkeit hat, bekommt es eine Wichtigkeit. Mit dem Kubismus muss es ähnlich gewesen sein. Das waren ein paar junge Leute, die irgendetwas machten. Das war eigentlich eine Beleidigung und keineswegs positiv gemeint. War Manzoni jemand, der gerne an die Grenzen gegangen ist?
Wir haben damals viel getrunken. Wenn du besoffen bist, nimmst du die Leute um dich herum nicht mehr wahr. Dann findest du alles toll, was du in diesem Dunst machst. Du suchst Bestätigung, dass der Blödsinn, den du machst, kein Blödsinn ist. Da wurde das gesamte Inventar von Robert Filliou gezeigt. Es kamen nur ganz wenige Leute. Das kann ich mir vorstellen.
Wir sind von der Ausstellung bei Zwirner abgekommen: Sie reiste weiter nach Frankfurt am Main? Das war wieder so eine Geschichte: Bazon Brocks Frau hatte Dorothea Loehr Dorothea Loehr Stettin, Pommern, heute Polen — Frankfurt am Main war Fotografin und Galeristin. Im November übernahm sie eine Filiale des Unternehmens Bauhütte Möbel in Frankfurt am Main und nutzte die Räumlichkeiten parallel für erste Ausstellungen.
Nachdem sie seit eigene Galerieräume im Frankfurter Westend betrieben hatte, bezog sie ein altes Bauerngehöft in Niederursel und etablierte den Ort als Treffpunkt der jungen performativen Kunstszene. In ihrem Programm zeigte sie unter anderem Arbeiten von Bazon Brock, Jan Dibbets, Max Mohr, Franz Mon, Daniel Spoerri und Wolf Vostell.
Sie hatte ein Geschäft für Möbel. Ich habe meine Sachen eingepackt und bin mit meinem Peugeot nach Frankfurt gefahren, wollte aber nicht in ihrem Möbelhaus ausstellen und fragte, ob sie nicht irgendeinen Keller oder so etwas hätte. Gott sei Dank hat Spoerri jetzt das Institut für Selbstentleibung gegründet. Ein Bügeleisen für den Hausfrauentod, den Rasierklingentod und so weiter.
Und es gab eine Schreibstube, wo man seinen letzten Willen hinterlassen konnte. In einem Interview sagten Sie einmal, in dieser Schreibstube hätten vor allem Frauen Kommentare hinterlassen. Ja, das stimmt; das war merkwürdig. So aggressiv, so anzüglich. Vielleicht auch ein bisschen gegen Sie gerichtet? Nein, nicht gegen mich. Ich komme noch einmal auf Rudolf Zwirner zurück.
Rudolf Zwirner war ein Händler. Können Sie beschreiben, wie er war? Er war schnoddrig. Ich würde ihn eher als Berliner bezeichnen. Rudolf Zwirner wurde in Berlin geboren, wuchs jedoch — bis zu seinem Abitur — in Braunschweig auf. Weniger als Kölner. Mich hat er nie besonders geschätzt, glaube ich. Aber er hat mit Ihren Sachen gehandelt? Ich glaube, es hat sich für ihn nicht gelohnt, weil ich nie besonders hohe Preise hatte.
Wolfgang Hahn Wolfgang Hahn Euskirchen — Köln war ein deutscher Kunstsammler und Restaurator, der ab am Wallraf-Richartz-Museum und später am Museum Ludwig in Köln tätig war. Anfang der er-Jahre baute Hahn eine umfassende Sammlung europäischer und amerikanischer Nachkriegskunst auf. Zu den wichtigsten künstlerischen Positionen seiner Sammlung zählen Joseph Beuys, John Chamberlain, Claes Oldenburg und Andy Warhol.
Den habe ich sehr geliebt — und er mich auch. Er musste einfach alles haben, was ich machte. Als ich einmal in New York war, brauchte ich Geld und habe ihm geschrieben, ob er mir nicht welches schicken könnte, ich würde ihm dafür später ein Bild geben. Postwendend hat er mir Dollar geschickt. Das hat mich damals gerettet.
Das war ? Hahn wollte aber vier Quadratmeter, und dann haben wir es halt gemacht, weil ich ihn gern hatte. Die Arbeit entstand am Mai im Haus von Wolfgang Hahn. Er hat das sehr ernst genommen. Die Tischplatte war gut vorbereitet, und wir haben dort gekocht. Die Tischplatte wurde extra angefertigt? Ja, und er hat die Gäste sehr gut ausgewählt. Zwirners waren da, Klaphecks waren da, ein Schriftsteller, Filliou und ich.
Zwölf im Ganzen. Noch irgendwelche Müllers, das müssen Sammler gewesen sein. Jeder sollte sich mit seinem Geschirr darstellen. Die mussten das selbst mitbringen? Frau Hahn hat das sehr schön gemacht. Sehr aufwendig und teuer. Herr Hahn hat sich italienisches Geschirr ausgesucht. Zwirners kamen mit englischem Geschirr. Wolfgang Hahn war bereits bei Ihrer Ausstellung in der Galerie Haro Lauhus anwesend.
Das war am Buttermarkt in Köln, in der Altstadt. Ein kleiner Raum. Mein Beitrag war ein Deckel mit verschiedenen Essensutensilien. Benjamin Patterson, Wolf Vostell, Stefan Wewerka und auch Wolfgang Hahn waren dort. Das war meine Performance. Von Tinguely hatte ich ein Objekt mit Motörchen, was in den Koffer hineingefaltet war. Das war also eine kleine Nouveaux-Realistes-Ausstellung.
Wen kannten Sie sonst im Rheinland? Musik und Antimusik. Februar An dem Festival beteiligt waren unter anderen Joseph Beuys, John Cage, Robert Filliou, George Maciunas, Yoko Ono, Nam June Paik, Benjamin Patterson, Daniel Spoerri, Tomas Schmit, Wolf Vostell, Jean-Pierre Wilhelm und Emmett Williams.
Ja, da war ich dabei. Da hat irgendeiner eine Rede gehalten. Können Sie mir Ihre Rede geben? Damit habe ich die Rede eigentlich ad absurdum geführt. War die Fluxus-Bewegung damals wichtig? Es war uns wichtig, weil wir dabei waren. Man denkt, dass man die Welt aus den Angeln hebt mit dem, was man gerade macht. Man muss immer von sich überzeugt sein.
Wie war Ihre erste Begegnung mit Joseph Beuys? Ich habe ihn immer geschätzt, anders als Tinguely. Die Aggressivität den Deutschen gegenüber hat er später abgelegt. Aber Eva zum Beispiel wollte von Deutschland gar nichts wissen. Sie war so stur. Und Sie hatten keine Vorbehalte den Deutschen gegenüber? Sie hatten mit dem Werk von Beuys keine Probleme? Er wird in die Geschichte eingehen als derjenige, der die deutsche Schuld bewusst auf sich geladen hat.
Viele seiner Aktionen haben damit zu tun. Er war ja selbst auch Soldat. Ab diente Joseph Beuys in der deutschen Luftwaffe und wurde unter anderem auf der Krim im Süden Russlands eingesetzt. Auflage , S. In Kranenburg habe ich einmal Frau van der Grinten kennengelernt. Sie hat Joseph Beuys damals wachgerüttelt. Er war sehr von den Schriften Rudolf Steiners beeinflusst.
Daniel Spörri, lic. phil.
Und vieles, was er machte, war direkt von Steiner abgeleitet, auch wenn er das nie offen zugegeben hat. In der Eat Art Galerie Am Juni eröffnete Daniel Spoerri gemeinsam mit Carlo Schröter das Restaurant Spoerri am Burgplatz 19 in Düsseldorf. Ab fanden auch Ausstellungen in der angeschlossenen Eat Art Galerie statt.
Sowohl das Restaurant als auch der Ausstellungsraum wurden geschlossen. Er hat immer gekocht, nicht seine Frau. Und er hat gekocht wie ein Bauer: Kartoffeln hat er nicht mit einem Kartoffelschäler, sondern mit dem Messer ganz dick abgeschält, weil man den Rest den Schweinen gibt. Der Kartoffelschäler wurde erst im Krieg erfunden.
Da bin ich Spezialist! Die sind so dünn, die kann man mitessen. Um ihn zu fragen, ob er etwas für die Eat Art Galerie machen würde, besuchte ich ihn irgendwann einmal in der Akademie. Die Galerie kostete mich 5. Dann kommst du auf deine 5. Es waren so viele Interessenten, dass wir das Los entscheiden lassen mussten.
Am Eröffnungstag holte ich Beuys morgens um neun Uhr zu Hause ab. In einer Schachtel hatte er Heringsgräten und fettiges Papier, ordentlich übereinandergelegt, damit nichts kaputtging. Er wollte nicht einmal zum Essen ins Restaurant runterkommen, weil er sich konzentrieren wollte. Also haben wir ihm sein Steak hochgebracht.
Es war wunderschön, wie ruhig und sorgfältig er arbeitete. Um sechs oder um sieben war die Eröffnung. Beuys nahm aus seiner Tasche ein bisschen Kohle, zerstampfte sie am Boden und rieb sie sich ins Gesicht. Die Kassettenrekorder hatte er sich umgehängt. Auf einen dicken Stab gestützt stand er da mit seinem schwarzen Gesicht.
Kunst: Der ungebrochene Drang zur Kunst: Daniel Spoerri wird 85: Kultur: SRF
Das Ganze war eine komplizierte Geschichte. Das war das Zertifikat. Und die letzte habe ich vor zwei, drei Jahren einem Mädchen geschenkt, für die Beuys der liebe Gott war. Jedenfalls war es eine schöne und runde Sache. War es damals üblich, dass die Künstler die Galerien auf diese Art unterstützten? Ich verdiente nicht so viel Geld, dass ich zwölfmal im Jahr 5.
Die Eat Art Galerie war keine Geschäftsgalerie. Die Eat Art Galerie war ein Kunstwerk. Hätten Sie damals einen Galeristen gebraucht? So wie Alfred Schmela sich für Beuys eingesetzt hat oder Heiner Friedrich für Palermo, Knoebel und viele andere? Jemanden wie Michael Werner, der für seine Künstler gekämpft hat?
Ich habe eine ironische Distanz gegenüber der Kunst. Auch heute noch. Ich sehe immer alles in einem Zusammenhang. Wir sind ein kleines Molekül im Universum. Diese Sichtweise werde ich nicht los. Die 14 Milliarden Jahre, die unser Planet existiert, ist nur eine Sekunde im Universum-Dasein. Diese Ironie überträgt sich möglicherweise auch auf einen Sammler.
Für sein Geld will er aber etwas haben, was Wert hat. Es ist so. Gab es damals Galeristen, die gerne mit Ihnen gearbeitet hätten? Haben Sie Angebote abgelehnt? Ja, das ist auch vorgekommen. Also etwa ein Drittel der ausgewählten Arbeiten wollte er plötzlich nicht mehr haben. Ist es wichtig, welchen Marktwert ein Kunstwerk hat?
Bazon Brock erzählte, er habe einmal Schmela gefragt, warum die Leute Kunst kauften. Und der erklärte, das Bildungsbürgertum wolle sich damit schmücken. Indem sie es kauften, signalisierten sie eine Haltung pro Avantgarde, obwohl sie die Kunst selbst vielleicht gar nicht verstünden. Also im Fall von Yves Klein trifft das sicher zu. Für ein mit einer Rolle gemaltes blaues Bild eine Million zu zahlen, ist schon etwas seltsam.
Das wurde ja damals nicht bezahlt. Damals nicht, aber heute! Ich würde es mir nicht für eine Million kaufen. Das sagt mir etwas. Das ist interessant, dass Yves Klein Ihnen heute nichts mehr sagt. Seine Bedeutung zweifle ich nicht an — in der damaligen Zeit. Aber dass das jetzt mit Geld aufgewertet wird, sehe ich nicht ein. Vielleicht, weil ich kein Handwerker bin.
Weil ich eifersüchtig bin auf dieses Können, diese technische Fertigkeit. Weil ich es schön finde, wenn ich das sehen kann. Hingegen das Blau ist in meinem Kopf, das reicht! Das muss ich nicht haben. Was hat Sie damals gestört? Es hat mich nichts wirklich gestört. Es war Frühling, und wir trafen zu Ostern Bekannte, die schön gebräunt waren. Anerkennungspreise: Verena Zeiner und Johanna Doderer.
Die erste ist Pianistin, Komponistin und Rhythmikerin, stammt aus Zeillern, hat eine Frauen- Plattform gegründet und nach ihrem Beethoven-Album diesen Februar ihre zweite Solo-Platte veröffentlicht. Würdigungspreis: Franz Huber. Für ihn ist das Tanzen sein Leben. Seit 45 Jahren leitet der gebürtige Mostviertler und gelernte Elektroinstallateur die Volkstanzgruppe St.
Und hat damit nicht nur St. Pöltens Festspielhaus mit- eröffnet, sondern auch NÖs Volkstanzplattform mitaufgebaut. Anerkennungspreise: Verein Proberaum Scheibbs und Förderverein Eumig Museum. Der erste hat seit offen. Und zeigt im ehemaligen Schülerheim junge Musiker aus der Region, experimentelle Kunst oder Literatur. Die Scheibbser Intertonale ging heuer zum fünften Mal über die Bühne.
Er stammt aus dem Waldviertler Neupölla. Hartnäckig, kritisch und akribisch hat er sich mit dem Antisemitismus im Waldviertel, mit der Kino-, Motor- und Handwerksgeschichte beschäftigt. Und das von ihm initiierte Museums für Alltagsgeschichte in Neupölla eröffnet. Foto: Stefan Sappert. D iesen Freitag hätten Niederösterreichs Kulturpreise nicht nur Geburtstag gefeiert, sondern auch 24 neue Preisträger — von Architektur bis Zeitgeschichte.
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